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Firmenbewertung nachträglich geändert

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von TecNic, 8 November 2014.

  1. TecNic

    TecNic New Member

    Liebe Forumsmitglieder,

    hier eine Frage, die rechtlich klar ist, bei der mich Eure moralische Bewertung interessiert:
    es handelt sich um eine kleine GmbH mit unter 10 Mitarbeitern. Der 2. Geschäftsführer ist vor ca. 6 Jahren mit einer Minderheitsbeteiligung (ca. 1/3) in die Firma eingestiegen. Dem Kaufpreis der Anteile lag eine Firmenbewertung des Steuerberaters zugrunde, der sich Käufer und Verkäufer einstimmig angeschlossen haben. Nach einigen Jahren stellt der Verkäufer fest, daß sich nach dem "Stuttgarter Verfahren" ein doppelt so hoher Verkaufspreis ergeben hätte, seither hat er das Gefühl die Firmenanteile zur Hälfte verschenkt zu haben. Der Käufer ist der Meinung einen fairen und angemessenen Kaufpreis gezahlt zu haben.
    Da die Möglichkeit zur inkongruenten Gewinnausschüttung vereinbart ist, erhebt der Verkäufer (Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter) nun Anspüche auf höhere Gewinnanteile als Ausgleich für seine "zu günstig" verkauften Firmenanteile.
    Rechtlich ist der Sachverhalt eindeutig, anders verhält es sich aus der moralischen Perspektive, besonders da die beiden Geschäftsführer bislang einen betont partnerschaftlichen Umgang pflegen.
    Wie würdet Ihr mit diesem Problem umgehen?
     
  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Sehr schwierige Situation, vor allem da die beiden Geschäftsführer ja auch in Zukunft miteinander auskommen wollen/müssen.

    Moralisch beurteile ich die Sache so: falls mich der Verkäufer nicht absichtlich/arglistig getäuscht hat, dann steht mir eigentlich keine Nachverhandlung zu, auch nicht bei der Gewinnausschüttung. Vor allem nachdem sich Firmenbewertungsmethoden immer mal wieder ändern.

    In der Praxis wird aber vermutlich das Klima langfristig besser sein, wenn die beiden GF einander entgegen kommen, d.h. der Käufer dem Verkäufer geringfügig entgegen kommt.
     
  3. SuperSandro

    SuperSandro Member

    Würde dem Verkäufter auch entgegenkommen - langfristiges Denken sollte hier die Devise sein.

    Es bringt nichts, die partnerschaftliche Beziehung zu schädigen, auch wenn die Dinge rechtlich vielleicht anders aussehen könnten.
     
  4. Markoe

    Markoe New Member

    Ja in diesem Fall wäre ich auch dafür das man den Verkäufer entgegenkommt.Außer es ist mit Absicht getäuscht worden.
     
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